Life Purpose?

Welche Perspektiven gibt es auf deine Lebensaufgabe

Die existentielle Frage nach der eigenen Bestimmung gehört zu den TOP-3- Themen, die Menschen ins Coaching führen. Auch wenn sich die Lebensaufgabe im Chart an exponierter Stelle (bewusste bzw. unbewusste Sonne und Erde) befindet, dürfen wir uns vor Augen führen, dass die Körpergrafik – in ihrer Offenheit wie in ihrer Definition – als Gesamtkunstwerk auf Verwirklichung drängt. Damit dürfte bereits klar sein, dass es sich aus Human Design Perspektive um eine höchst individuelle An-gelegenheit ohne vorgefertigte Antworten handelt.


Um den Zugang zur eigenen Bestimmung zu erleichtern, deren Überschriften oftmals sehr kryptisch anmuten, habe ich diese in meinem Chartrechner in eine griffigere Sprache übersetzt.


Wie wir auf das Thema Berufung schauen, hängt natürlich stark vom persönlichen Design und der eigenen Perspektive ab.

Weil das so ist, möchte ich dich in diesem Blogbeitrag mit mehr als meiner persönlichen Sichtweise bereichern.

Ich bin mit einigen Menschen dazu ins Gespräch gegangen, deren Blickwinkel dich hoffentlich inspirieren.

“Was erachtet ihr als Lebensaufgabe?

Und wie seid ihr bislang daran gegangen?”

Klassisch denken wir in diesem Zusammenhang an eine konkrete Tätigkeit, mit der wir unsere Brötchen verdienen oder an “das ganz große Ding” wie “Germany´s Next Topmodel” o.ä… Vielleicht ist die Erkenntnis, dass ein gesellschaftlich anerkannter und prestigeträchtiger Job einem nicht guttut, aber genau das, was wirklicher Größe gleichkommt – denn nicht immer werden unsere Entscheidungen beklatscht.

Es braucht Mut, sich dennoch nicht abbringen zu lassen und wahre Zufriedenheit in dem zu finden, was authentisch ist – und sei es ein vermeintlich “kleines Leben” als einfacher Bauer, Mutter, Taxifahrer etc..


Wir können Lebensaufgabe auch so verstehen, dass wir uns letztlich mit unserem ganzen Design in alle Lebensbereiche und Interaktionen einbringen. Sie erfüllt sich nicht dadurch (schneller), dass ich etwas Bestimmtes forciere oder tue, wie z.B. ein bestimmtes Potenzial (=Tor) strategisch einzusetzen. Stattdessen darf sie sich über das Leben hinweg entfalten und sich im Laufe der Zeit verändern, denn sie ist nicht unbedingt etwas Fixes, das wir einmal “finden” und final erreichen.


Vielleicht geht es darum, sich mehr dem hinzugeben, was einen von innen antreibt, die Dinge auf sich zukommen zu lassen und auf die Magie der Anziehung zu vertrauen, anstatt aktiv zu suchen und wissen zu wollen. Retrospektiv wird häufig ein roter Faden erkennbar, ohne dass wir ihm bewusst gefolgt sind. Strategisches Vorgehen entspringt tatsächlich eher den Schattenfrequenzen von Typ, Profil und Toren und zehrt mehr an unseren Kräften, als dass es leichter wird – trotz naturgegebener Herausforderungen und Spannungen, die dem eigenen Design und dem Leben an sich innewohnen: Auch die Wachstumsschmerzen, Schicksalsschläge und täglichen Konditionierungen als sinnvoll und entwicklungsfördernd zu begreifen, lässt uns diese besser annehmen. An dieser Stelle kann Human Design dazu verhelfen, sich eine gewisse Leichtigkeit zu bewahren, die kleinen oder auch großen Hinweise und Stoppschilder als Kompass zu nutzen und sich immer wieder neu auszurichten.

Auch wenn unser Weg einzigartig ist, können wir Impulse setzen und inspirieren, um diesen ureigenen Weg und mit ihm unser Umfeld zu erobern.


“Welche Unterschiede gibt es zwischen personaler, transpersonaler und fixierter Lebensaufgabe?

Wie kommt diese Dimension im Design zustande?”


Grundsätzlich gibt es 192 Inkarnationskreuze, die zu jeweils 2/3 personal und zu 1/3 transpersonal oder fixiert sind. Trotz dieser begrenzten Anzahl bewirkt das Zusammenspiel aller Faktoren des Designs auch eine unverwechselbare, einzigartige Bestimmung.

Blicken wir auf die Positionen der (un-) bewussten Sonne und Erde im Hexagrammrad, dürfen wir uns vergegenwärtigen, dass diese jeweils zu unterschiedlichen Zeiten aktiviert werden und die Planeten entsprechend weiterwandern: Die unbewusste Seite entsteht 3 Monate vor der Geburt, so dass ein Winkel von etwa 88° im Verhältnis zur bewussten Seite entsteht. Verbinden wir die Hexagramme von bewusster und unbewusster Sonne bzw. Erde durch Linien, erhalten wir ein Kreuz aus eben diesen beiden Linien und somit die Erklärung für die Bezeichnung Inkarnationskreuz.


Das personale Profil

Mit einem personalen Profil ist auch unser Auftrag ein persönlicher.

Gleiches gilt für den Zusammenhang zwischen transpersonalen bzw. fixierten Profilen und dem jeweiligen Inkarnationskreuz. Hier ist der Auftrag ein überpersönlicher.


2/3 der Menschheit tragen ein persönliches Profil (1/3,1/4, 2/4, 2/5, 3/5 3/6 und 4/6), sowie eine personale Lebensaufgabe, d.h. ein rechtes Inkarnationskreuz. Somit sind sie erst einmal gar nicht hier, um dem Gegenüber zu dienen.

Auch hier ergeben sich mögliche Spannungsfelder, wenn beispielsweise eine Projektorin, der es darum geht, die Frage zu klären – Wer ist der andere?

gleichzeitig mit dem personalen Profil 1/3 im Leben angetreten ist.

Die Erfüllung eines rechten persönlichen Inkarnationskreuzes setzt die persönliche Entwicklung voraus, um letztlich auch einen Beitrag für das Kollektiv leisten zu können:

So jemand darf sich selbst erst einmal sehr gut kennenlernen, bevor er auch der Welt wirklich zu dienen vermag.


Das fixierte Profil

Das sehr seltene und fixierte (= Juxtaposition) Profil 4/1 hat auch eine fixierte Bestimmung und eine besondere Stellung unter allen Profilen:

  • Es kann den persönlichen Prozess der Personalen ebenso nachvollziehen, wie es die Sprache der Transpersonalen versteht.
  • Somit kommt ihm auch – innerhalb seines festen Bezugsrahmens – die Rolle eines Übersetzers oder Diplomaten zu, denn in der Tat reden Erstere oftmals aneinander vorbei.
  • Die 4/1 ist auf ihren ganz speziellen Auftrag und die eigene Herzensbotschaft festgelegt: Demnach ist sie nicht von ihrem Weg abzubringen, was in ihrem Sinne ist, selbst wenn die Sturheit und Beharrlichkeit durchaus Herausforderungen für das Umfeld mit sich bringen kann.

Das transpersonale (überpersönliche) Profil

Die überpersönlichen Profile (5/1, 5/2, 6/2 und 6/3) haben einen Anteil von knapp 1/3 an der Gesamtbevölkerung und brauchen für die Erfüllung ihres transpersonalen (= linken) Inkarnationskreuzes immer das Gegenüber, welches sie extrem gut wahrnehmen können.

Sie kommen mit dem Antrieb auf die Welt, für den Anderen da zu sein. Entsprechend sind diese besonders sensibel für das/den anderen und ihr Entwicklungsweg wird immer maßgeblich durch Verbündete beeinflusst. Durch diese erhalten sie oftmals richtungsgebende und Tür-öffnende Schlüsselimpulse, sowie eine Idee dafür, wer und wofür sie hier sind. Betrachten wir hier erneut ein scheinbar widersprüchliches Beispiel:

Ein GeneratorIn stellt sich die Frage: “Wer bin ich für mich?”

Als transpersonaler UmsetzerIn (GeneratorIn) findet er die Antwort darauf im Gegenüber.


Yin- und Yang-Fixierungen | Licht und Schatten

Quelle: Bild aus dem 64-Tore Kartenset von Laura Friedrich und mir (Stephanie Korn). Zu bestellen hier.

Mit Schatten- bzw. Yang-Fixierungen (s. Bild) bewegen wir uns außerhalb der Komfortzone, insbesondere wenn es sich um solche innerhalb des Inkarnationskreuzes handelt. Hier gibt es sehr viel Potenzial für Weisheit im jeweiligen Thema, weil du mit deiner Kantigkeit wiederholt Grenzerfahrungen machen wirst:

  • So lernst du mit der Zeit möglicherweise das Gute und Förderliche daran zu schätzen: Aus einer negativen Deutungszuschreibung – und entsprechende Resonanz wird es ver-mutlich geben – kann die Perle der Bewusstheit als Lerngeschenk geborgen werden, was erneut der Entfaltung der eigenen Lebensaufgabe zuarbeitet.
  • Ähnlich wie im Falle des Triggerings kommen wir um unsere Yang-Fixierung nicht herum: Sie wird immer wieder anspringen, und in manchen Situationen wird auch genau diese Qualität gebraucht.
  • In anderen wiederum gilt es, wach zu werden, zu beobachten und eine bewusste Entscheidung zu treffen, wie du handeln möchtest.
  • Möglicherweise kannst du die Energie des jeweiligen Potentials auch kanalisieren und in anderen Feldern sinnvoll einsetzen.

Gerade weil im Fall von Schatten-Fixierungen das Prinzip “No choice!” gilt, empfiehlt es sich, seinen Frieden mit diesem Aspekt der eigenen Natur zu machen, ihn mit Humor zu betrachten und zu integrieren, was durchaus eine lebenslange Lernaufgabe ist. Hier können wir uns/ den Coachee mit stimmigen Tools (etwa Atemtechniken, dem Einnehmen der Beobachterrolle etc.…) unterstützen.

Hier gilt

Alles dient immer der Erfüllung meines Lebenszweckes!


Rolle der Zentren, an denen die Tore meiner Lebensaufgabe hängen

Die Zentren, an denen die Tore der Lebensaufgabe aktiviert sind, verraten uns etwas über unsere Themen und ob es dabei um Bewusstheit, Druck oder Energie  geht. Unbewusste Zentren werden oftmals wie offene erlebt und bieten – zusätzlich vor dem Hintergrund einer hohen Empfänglichkeit für Konditionierung – enormes Entwicklungspotenzial.

Eine weitere Möglichkeit, sich dem Thema der Bestimmung nähern, besteht darin, sich den Schalt-kreis der aktivierten Tore und die damit verbundene Dynamik anzusehen.

Inkarnationskreuz-Tore an definierten Bereichen verweisen auf Selbsterfüllung. Sind sie zudem Teil eines Kanals, verleiht dies zusätzlich Stabilität. Hast du diese (hängenden) Potenziale dagegen an offenen Zentren, darf ein Anderer dich bei der Entfaltung des Themas supporten. Durch ihn kannst du lernen und wachsen. Auch aus der Gruppe kam die Bestätigung, dass der größte Benefit an dieser Stelle aus Lernerfahrungen innerhalb von Beziehungen gewonnen wurde.


Die Rolle des Hexagrammsrades bei deiner Lebensaufgabe

Werfen wir nun einen Blick auf die Ebene der Quadranten und Achtel:

Das Hexagrammrad bildet die (eigene) Evolution ab. Im Blauen I Ging findet sich auf Seite 7 eine schöne Visualisierung der Einteilung in Quadranten und Achtel.

In der Information, in welchem Quadranten unsere Persönlichkeits-Sonne aktiviert ist (s. auch bei Jovian Archive die Zahl in Klammern hinter der Lebensaufgabe, wenn du hier dein Chart erstellen lässt), liegt der Schlüssel zum eigenen Drive und motivierenden Antrieb hinsichtlich der Bestimmung:

  • Im 1. Quadranten geht es um Verstehen und Initiation.
  • Der 2. Quadrant der Zivilisation und Formgebung ist der Generator Quadrant im Sinne von Umset-zung und Sichtbar-Machung.
  • Der 3. Quadrant der Beziehung und Dualität thematisiert die Gestaltung von Beziehungen, Projek-ten und Prozessen.
  • Schlussendlich dreht sich im 4. Quadranten alles um Transformation und die Fähigkeit, etwas Überholtes sterben lassen.

Bis auf wenige Ausnahmen haben alle Inkarnationskreuze ein Tor in jedem Quadranten.

Innerhalb eines Quadrantens gibt es immer zwei Achtel.

  • Wobei das erste Achtel eines jeden Quadranten von dem spricht „Was ist es, worauf es basiert …[in Bezug zu dem Thema des Quadranten]“. Wir nennen dieses Achtel auch das Achtel der Grundlagen.
  • Im zweiten Achtel eines jeden Quadranten geht es dann um die Frage „Wie wird es sichtbar/praktisch [das Thema des Quadranten]“. Wir nennen dieses Achtel auch das Achtel der Anwendung.

Durch die Einordung in diese Achtel gewinnst du zusätzliche Hinweise zu deiner Bestimmung.

Die Tore 13 bis 36 gehören z.B. ins Achtel des theoretischen Verstehens. Das zweite Achtel der Tore 25 bis 24 fokussiert die praktische Anwendung dessen, was du verstanden hast. Nehmen wir zur Veranschaulichung einen Generator, bei dem es vermeintlich primär um die Umsetzung geht. Nun hat dieser Umsetzer aber vielleicht seine Persönlichkeit-Sonne im Quadranten Verstehen innerhalb des theoretischen Achtels, und somit differenziert sich die Sicht auf seine Lebensaufgabe nachhaltig.


Wie hoffentlich deutlich wurde, können wir uns viele Zugänge zur Bestimmung erschließen und den Verstand füttern.

Dabei gilt es nicht zu vergessen, dass sich alles in deinem Design organisch entwickeln darf, womit wir wieder bei den Basics im Human Design sind:

Vertraue auf deine Strategie und Autorität!




Human Design Einsteiger Training

Willst auch du Human Design auf einer tiefen Ebene erlernen?

Dann sei gerne bei meinem nächsten Human Design Einsteiger Training dabei!

Trage dich hier auf die Interessentenliste ein..


Human Design Advanced Training

Du bist mit dem Human Design bereits vertraut, möchtest aber jetzt tiefer einsteigen in die Schaltkreise, Kanäle und Tore, dann sei gerne bei meinem nächsten Human Design Advanced Training dabei!

Der nächste Start ist Mo., 13.6. / 18 Uhr.

Nähere Informationen und die Anmeldung findest du hier.


64 raw diamonds | Selbst-Lern Deep Dive mit Birga & Stephanie

Du bist fasziniert von dem Human Design und seiner unglaublichen Tiefe? Du hast dich bereits mit den Grundlagen intensiv auseinander gesetzt? Du wünscht dir noch tiefer in deine/die Potenziale / Tore / Gene Keys einzutauchen? Du möchtest diese vielleicht sogar in deiner Arbeit nutzen und integrieren?

DANN BIST DU IN UNSEREM NEUEN SELBSTLERN-PROGRAMM GENAU RICHTIG!

👉 Gerne informieren wir dich als Erste(n), sobald das Selbst-Lern-Programm fertig ist. Trage dich hier unverbindlich auf die Interessentenliste ein.

💎64 raw diamonds Selbst-Lern Deep Dive | mit Birga & Stephanie💎

.


Human Design Deep Dive Audio- Trainings (online – selbst lernen – sofort)

Mit meinen digitalen Selbstlern-Produkten hast du die Möglichkeit dich in spannende Deep Dive Themen des Human Designs in deinem Tempo zu vertiefen.

👉 Zu den Human Design Digitalen Lern-Produkten